Keine Termine

Hunde und Sylvester

Viele Hundebesitzer wissen es - an Sylvester ist Stress für die Vierbeiner angesagt. Für den einen mehr, für den Anderen weniger: So wie es Hunde gibt, die die Sylversterknallerei absolut kalt lässt, gibt es jede Menge Vierbeiner, die sich am liebsten in der hintersten Ecke verkriechen möchten, wenn die Show beginnt.

Da Hunde ein viel feineres Gehör und einen noch viel stärker ausgeprägten Geruchssinn besitzen, wirken Lärm und der ungewohnte Brandgeruch viel stärker auf sie ein. Das sind ungewohnte Geräusche und Gerüche und ungewohnte Dinge, die so stark einwirken, verursachen Stress und Angst. Das geht hin bis zu tatsächlich körperlichen Schmerzen für die Fellnase.

Stress löst beim Hund (wie übrigens auch beim Menschen) eine von zwei Reaktionen aus: Flucht oder Kampf. Üblicherweise wird die Flucht vorgezogen, Kampf erfolgt nur, wenn sich kein anderer Ausweg mehr zeigt. Deswegen versuchen sich die meisten Vierbeiner sich zu verstecken oder davonzulaufen. Hunde, die auf Aggression getrimmt sind, können auch in den "Kampfmodus" verfallen. Dies ist aber kein übliches Verhalten, sondern durch die Erziehung verursacht.

Die Anzeichen für die Angst sind oft Winseln, Bellen, Zittern, angelegte Ohren, eingeklemmter Schwanz, Unruhe und Verstecken.

Was kann man dagegen tun?

Zunächst einmal sollte man den letzten Gassigang dann machen, wenn noch nicht mit Knallerei zu rechnen ist. Bleiben Sie dabei ruhig und entspannt, das merkt der Hund auch und wird gelassener. Lassen sie den Vierbeiner dabei an der Leine, denn ein Knall zur Unzeit kann dazu führen dass er erschrickt und davonläuft. Dabei darf der Spaziergang ruhig etwas länger werden, damit das Tier ordentlich ausgelastet wird. Unterstützen kann man das mit aktiver Beschäftigung unterwegs oder zuhause.

Dem Hund einen Rückzugsort bieten. Dazu kann man sein Körbchen an einem möglichst ruhigen Platz in der Wohnung stellen. Liebt der Hund die Nähe von Herrchen und Frauchen, sollte der Platz möglichst auch in deren Nähe sein.

Ablenkung kann helfen. Man kann das Tier mit Intelligenzspielzeugen, Spielen z.B. Leckerlies verstecken) in der Wohnung beschäftigen und so von der Stressursache ablenken.

 Lärm aussperren: Schließen Sie Fenster und Fensterläden um möglichst wenig Lärm eindringen zu lassen. Den Rest des ungewohnten Lärms kann man eventuell durch gewohnte Geräusche wie Radio, Fernseher oder Musik übertönen.

Seien Sie für Ihr Tier da und versuchen Sie es zu beruhigen. Ist es aufgeregt und bellt, sollten sie ihm keine Leckerlies geben, denn sonst lernt es, dass Bellen und herumtoben die richtige Reaktion auf den Lärm ist und wird es dann jedes mal versuchen. Bestrafen sie es aber auch nicht, denn das verstärkt die Angst. Trösten ist hilfreich, aber nicht übertreiben, sonst kann sich der selbe Effekt einstellen wie oben beschrieben.

Sollte das alles nicht helfen, können Beruhigungsmittel zum Einsatz kommen. Sprechen Sie dazu vorher aber unbedingt mit dem Tierarzt. Medikamente sollten der letzte Ausweg sein.

Eine andere Möglichkeit: Verreisen Sie mit Ihrem Hund über Sylvester in eine ruhige Gegend. Besonders geeignet sind Naturparks in denen Sylvesterfeuerwerk verboten ist.

Und natürlich: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und verzichten Sie auf Feuerwerkskörper!

Wir wünschen einen entspannten Jahreswechsel und ein gutes neues Jahr!